Museum der Verzweiflung

Aber was ist letzten Endes diese Kultur? Zweifelsohne nur ein Wandschirm, der unsere Angst vor Elend, Ekel, Trauer, Schrecken und vor allem vor dem Tod vor uns selber verborgen hält. Indem wir unser Elend in Bücher gefasst haben, hofften wir, es von uns fernhalten zu können. Die heutige Kunst ist zum großen Teil nur ein Abstellraum, ein Museum unserer Verzweiflung.

Ionesco 1972 zur Eröffnung der Salzburger Festspiele.

einar schleef

einar schleef hat mir gezeigt, dass jeder mensch so sein sollte, wie er ist. dass schmerz und erfahrung echt sind. dass nichts lächerliches an irgendeinem menschen ist; dass man aber vieles mit humor nehmen kann – und muss, auch wenn der schmerz darüber nicht an bedeutung verliert.
er macht keine große hoffnung für die zukunft der menschheit als solcher. doch er macht sie menschlicher, indem er einem augenscheinlich unbedeutenden mikrokosmos von menschlichem alltag aufmerksamkeit schenkt, jeden ernst nimmt darin – und auch nicht zu ernst.
menschenwürde.